NightSky Themengruppe Radioastronomie
auf dem ATT 2003

von Jürgen Morawietz

Pünktlich zum 19. ATT in Essen wurde die NightSky Themengruppe Radioastronomie umstrukturiert und relaunched. Es bot sich daher an, beim Debut von NightSky auf dem ATT auch dieser Themengruppe einen besonderen Stellenwert einzuräumen. Zweifel, ob dieser Zweig der Astronomie bei den ATT Besuchern überhaupt genügend Interesse findet, wurden schnell zerschlagen da sich insbesondere der Stehtisch mit den mitgebrachten Exponaten grosser Beliebtheit erfreute und Anlass vieler interessanter Diskussionen war.
Anhand je eines Originalexemplars eines in den 70er Jahren eingesetzten parametrischen Verstärkers und einem während des Betriebs auf -250 Grad Celius heruntergekühltem Ultra-Low-Noise FET-Verstärker der bis Ende der 90er Jahre in einem der leistungsfähigsten Radioteleskopen der Welt, nämlich dem aus vierzehn 25-Meter Parabolspiegeln bestehende Westerbork Teleskop im Norden der Niederlande eingesetzt wurde, konnte ich einen Einblick in die Entwicklungen der professionellen Front-End Technik geben. Exponate

Aber natürlich kam auch die Amateur Radioastronomie nicht zu kurz. Da ich immer wieder Anfragen auf meinen in der NightSky 2/99 erschienen Artikel "Ein Radioteleskop für den Balkon" bekomme, hatte ich am Abend zuvor noch schnell ein paar Zeilen BASIC Code auf einen betagten Laptop gesetzt und einen Teil der damals verwendeten Hardware zusammengesucht um zu demonstrieren mit welch einfachen Mitteln der Amateur in diesen Teilbereich unseres Hobbys einsteigen kann.
Vielleicht weil viele Besucher das Westerbork Array auf unserer Stellwand erkannt hatten, war auch ein grosser Anteil niederländischer Interessenten zu verzeichnen, die sich zumeist sehr erstaunt zeigten, wenn ich ihren Fragen in ihrer Landessprache Rede und Antwort stand. Mit dem European Radio Astronomers Club war noch ein weiterer Repräsentant in Sachen Radioastronomie vertreten. Der Präsident des ERAC, Peter Wright, betreute den Stand auf dem ebenfalls einige Exponate zu bewundern waren.

Text / Foto: Jürgen Morawietz


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last modified: May, 21st 2003